Deutschsprachige Katholische Emmaus-Gemeinde in Indien
German Speaking Catholic Community Emmaus in India

German Speaking Catholic Community Emmaus in India


Unsere deutschsprachige katholische Gemeinde in Indien fühlt sich als eine lebendige Gemeinschaft und kommt seit vielen Jahrzehnten regelmäßig zum Beten und Feiern zusammen! Die Emmaus Gemeinde, wie sie in der Emmausgeschichte im Lukasevangelium (Lk 24,13-35) beschrieben wird, erzählt von zwei Jüngern, die nach der Kreuzigung Jesu niedergeschlagen unterwegs sind und dem auferstandenen Christus begegnen, ohne ihn zunächst zu erkennen. Erst als er mit ihnen das Brot bricht, erkennen sie ihn – ein zentrales Symbol für die Eucharistie Feier. Diese Geschichte zeigt, dass Christus in schwierigen Zeiten mit uns geht, auch wenn wir ihn nicht sofort wahrnehmen. Für die deutschsprachige katholische Gemeinde in Delhi bedeutet die Emmausgeschichte eine Ermutigung, in ihrem Glauben bestärkt zu werden. Sie erinnert daran, dass Christus auch in der Fremde gegenwärtig ist, besonders in der Feier der Eucharistie. Die Gemeinschaft erfährt durch den gemeinsamen Glauben und das Teilen des Brotes eine tiefe geistliche Verbundenheit, die sie trotz der geografischen Distanz zu ihrer Heimat trägt und stärkt.


Pune, 13. September 2026 – Ein besonderer Gottesdienst zum Beginn des neuen Schuljahres hat am Sonntag, dem 13. September, Familien aus verschiedenen Ländern in Pune zusammengeführt. Menschen aus Deutschland, Frankreich, Korea, Simbabwe und weiteren Ländern feierten gemeinsam einen internationalen Gottesdienst in englischer Sprache.
Nach einem ökumenischen Gottesdienst am Vorabend in der Emmaus-Kapelle in Delhi flog ich am Sonntagmorgen nach Pune. Die Vorfreude auf die Begegnung mit der internationalen Gemeinde war groß. Am Flughafen wurde ich von Tobias Gabriel herzlich empfangen. Bei einem gemeinsamen Frühstück auf dem schönen Balkon im 15. Stock der Panchshil Towers begann ein Tag voller Begegnungen und Gemeinschaft.
Anschließend wurde der Saal für den Gottesdienst vorbereitet und die musikalische und liturgische Gestaltung abgestimmt. Gegen 11 Uhr trafen die ersten Familien ein. Besonders schön war es, dass viele Kinder dabei waren und sich selbstverständlich in die Feier einbrachten.
Musik und Gebet über Grenzen hinweg
Die musikalische Gestaltung übernahmen Tobias Gabriel mit seinen Kindern, Damien, der Gitarrenspieler sowie Etienne, seine Frau und ihre Kinder. Die Musik gab dem Gottesdienst eine fröhliche und zugleich festliche Atmosphäre.
Im Mittelpunkt standen die biblischen Texte aus dem Buch Jesus Sirach, der Epistel und der Bergpredigt. Sie führten zu der Frage, woher die Weisheit kommt, die wir für unser Leben brauchen.
Die Schulsachen am Altar
Besonders eindrucksvoll war die Segnung der Kinder. Sie brachten ihre Schultaschen, Bücher, Hefte, Bleistifte und Schreibstifte zum Altar. Gemeinsam mit Brot und Wein wurden diese Zeichen des Schulalltags vor Gott gebracht.
Damit wurde deutlich: Auch das Lernen, die Schule, die Fragen und Hoffnungen der Kinder gehören zu ihrem Leben mit Gott. Wir baten um Gottes Segen für das neue Schuljahr, für Freude am Lernen, gute Begegnungen und Menschen, die die Kinder auf ihrem Weg begleiten und ermutigen.
Weisheit ist mehr als Wissen
In der Predigt ging es um die Erkenntnis, dass Weisheit nicht allein aus Büchern und schulischem Wissen entsteht. Bildung ist wichtig und eröffnet Kindern und Jugendlichen viele Möglichkeiten. Doch ebenso prägen uns die Erfahrungen des Lebens: Begegnungen, Freude und Enttäuschungen, Erfolge und Schwierigkeiten.
Im Licht Jesu können wir lernen, diese Erfahrungen zu verstehen und aus ihnen zu wachsen. Weisheit bedeutet deshalb mehr als Wissen. Sie zeigt sich darin, wie wir unser Leben gestalten, Verantwortung übernehmen, zwischen Gut und Böse unterscheiden und anderen Menschen mit Achtung und Liebe begegnen.
Bildung soll nicht nur den Kopf, sondern auch das Herz bilden.
Gebet für die Menschen
In den Fürbitten wurde nicht nur für die Kinder und ihre Familien gebetet, sondern auch für Menschen, die unsere Hilfe, unseren Beistand und unsere Hoffnung brauchen. Gerade in einer internationalen Gemeinde wird deutlich, dass unser eigenes Leben mit dem Leben vieler anderer Menschen verbunden ist.
Der Gottesdienst wurde so zu einer Feier des Glaubens, der Hoffnung und der Verbundenheit.
Ein besonders berührender Moment war das gemeinsame Vaterunser. Obwohl der Gottesdienst auf Englisch gefeiert wurde, betete jede und jeder das Gebet des Herrn in der eigenen Muttersprache. So erklang ein einziges Gebet in vielen Sprachen – ein schönes Zeichen für die Vielfalt und zugleich die Einheit der internationalen Gemeinde.
Ein neuer Anfang
Am Ende war eine große Freude und Dankbarkeit unter den Mitfeiernden zu spüren. Die Feier gab dem Beginn des neuen Schuljahres einen besonderen geistlichen Rahmen und ließ die Kinder erfahren, dass Gott sie auf ihrem Weg begleitet.
Der Wunsch entstand, solche internationalen Gottesdienste künftig regelmäßig zu feiern. Der nächste Gottesdienst findet am 22. November 2026 statt.
Agape und Abschied
Nach dem Gottesdienst setzte sich die Begegnung bei einem gemeinsamen Agape-Mahl in einem schönen Restaurant fort. Bei gutem Essen und anregenden Gesprächen klang der besondere Vormittag in herzlicher Atmosphäre aus.
Am Nachmittag flog ich zurück nach Delhi. Dankbar nahm ich die vielen schönen Begegnungen und besonders die bewegenden Momente mit den Kindern mit. Das Vaterunser in den verschiedenen Muttersprachen und die Schulsachen der Kinder am Altar bleiben als besondere Zeichen dieses Gottesdienstes in Erinnerung.
Möge Gott alle Kinder auf ihrem weiteren Schulweg begleiten und ihnen Weisheit, Freude und Zuversicht schenken.
Gerne hielten wir diesen besonderen Tag auch in einem gemeinsamen Foto fest. Der Gottesdienst wurde zudem gefilmt und kann auf YouTube angesehen werden:




Wir danken Ihnen sehr für Ihre Anregungen zur deutschsprachigen katholischen Gemeinde in Indien, insbesondere zur Emmaus Gemeinde und der Eucharistie Feier, die in unserer katholischen Gemeinde in Delhi der katholischen Kirche deutsch stattfindet.
E 1/6 Vasant Vihar, 110057 New Delhi
Die Emmausgemeinde in Delhi, eine deutschsprachige katholische Gemeinde in Indien, ist für viele Menschen ein Ort des Glaubens, der Hoffnung und der konkreten Hilfe. In einem schwierigen sozialen und wirtschaftlichen Umfeld begleitet sie Menschen seelsorglich, unterstützt Familien in Not und hält das christliche Gemeindeleben lebendig – oft mit sehr begrenzten Mitteln.
Um diese wichtige Arbeit auch weiterhin ermöglichen zu können, sind wir auf Ihre Unterstützung angewiesen. Ihre Spende hilft unmittelbar dabei, pastorale Angebote, soziale Hilfen und das Gemeindeleben der katholischen Kirche in Delhi aufrechtzuerhalten, einschließlich der Eucharistie Feier. Jeder Beitrag – ob klein oder groß – ist ein wertvolles Zeichen der Solidarität und gelebter Nächstenliebe.
Mit Ihrer Spende übernehmen Sie Mitverantwortung für eine lebendige Kirche und schenken Menschen Hoffnung, Würde und Zukunft. Zugleich stärken Sie die weltkirchliche Verbundenheit und zeigen, dass christlicher Glaube sich im konkreten Handeln bewährt.
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Verband der Diözesen Deutschlands / Gemeinde New Delhi
Kaiserstraße 161
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IBAN: DE42 4006 0265 0003 7575 06
BIC/SWIFT: GENODEM1DKM
Bitte geben Sie als Verwendungszweck an: Emmausgemeinde in Delhi
Wir bitten Sie herzlich: Unterstützen Sie die Emmausgemeinde in Delhi mit Ihrer Spende. Vergelt’s Gott für Ihre Großzügigkeit und Ihre Verbundenheit.
Alle Spenderinnen und Spender sowie ihre Familien schließen wir in unser Gebet ein.
Pfarrer Arul Lourdu
Emmaus-Gemeinde
110057 Neu-Delhi, Indien
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