
Mit großer Dankbarkeit und zugleich mit etwas Wehmut verabschiedete die Emmaus Gemeinde Familie Eva und Adrian Haack. Während ihrer Zeit in Neu Delhi waren sie mit ihren Kindern David, Jonathan und Johannes ein wertvoller Teil unseres Gemeindelebens und haben unsere Gemeinschaft auf vielfältige Weise bereichert.
Ein besonderer Dank gilt Frau Eva Haack für ihren treuen Dienst als Organistin in der Emmaus Gemeinde. Mit ihrem musikalischen Talent, ihrer Verlässlichkeit und ihrer geistlichen Sensibilität hat sie unsere Gottesdienste über lange Zeit begleitet und mitgestaltet. Ihre Musik hat vielen Menschen geholfen, zur Ruhe zu kommen, zu beten und Gott näher zu sein. Für diesen wertvollen Dienst danken wir ihr von Herzen.
Ebenso danken wir Herrn Dr. Adrian Haack herzlich für seinen engagierten Dienst in der Leitung von KAS. Mit großem Verantwortungsbewusstsein, Offenheit und Einsatzbereitschaft hat er wichtige Aufgaben übernommen und unsere Gemeinde unterstützt und begleitet.
In ihren Abschiedsworten sagte Eva Haack:
„Die Emmaus Gemeinde war während der Zeit unserer Entsendung nach Indien ein Ort des Glaubens und der Gemeinschaft. Weit weg von der deutschen Heimat war sie für unsere Familie ein fester Bestandteil unseres Lebens in Neu Delhi. Eine kleine, dafür umso lebendigere Gemeinde mit Angeboten für alle Altersstufen. Wir waren gerne Mitglieder der Emmaus Gemeinde und werden sie in unseren Gebeten mitnehmen.“
Diese Worte berühren uns sehr und zeigen, wie wichtig christliche Gemeinschaft besonders fern der Heimat sein kann. Gerade als internationale Gemeinde möchten wir ein Ort sein, an dem Menschen Glauben, Gemeinschaft und Heimat erfahren dürfen.
Auch die Kinder David, Jonathan und Johannes haben unsere Gemeinde mit ihrer Freude, Offenheit und Lebendigkeit bereichert. Wir danken der ganzen Familie für viele schöne Begegnungen und für die gemeinsame Zeit in unserer Emmaus Gemeinde.
Als Pfarrer möchte ich Familie Haack persönlich danken – für ihre Treue, ihre Freundschaft und ihr glaubwürdiges christliches Zeugnis. Menschen, die ihre Talente und ihre Zeit in den Dienst der Gemeinschaft stellen, sind ein großer Segen für die Kirche.
Für den neuen Lebensabschnitt wünschen wir Familie Eva und Adrian Haack sowie David, Jonathan und Johannes Gottes reichen Segen, Gesundheit, Freude und seinen Schutz auf allen Wegen. Möge der Herr sie weiterhin begleiten und führen.
Möge Gottes Segen euch begleiten, wohin auch immer eure Wege führen, und euch stets Menschen schenken, die euch Heimat, Hoffnung und Gemeinschaft erfahren lassen!
Arul Lourdu, Pfarrer

In einer Atmosphäre der Offenheit, des Respekts und der geschwisterlichen Verbundenheit nahmen Vertreter der Emmausgemeinde an einer interreligiösen Begegnung am Sonntag, den 29.03.2026 um 15 Uhr anlässlich des Festes Eid-ul-Fitr teil. Gemeinsam mit vielen Menschen unterschiedlicher Glaubensrichtungen feierten Islamic Studies Association, Fokolar Bewegung Delhi und Rabat-e-Salaam ein Eid Milan, das von Gebet, Dialog und Begegnung geprägt war.
Unter den Teilnehmenden befanden sich auch Jan Ebben, Mitglieder des Pfarrgemeinderates sowie Pfarrer Dr. Arul Lourdu, die die Emmausgemeinde bei diesem bedeutenden interreligiösen Ereignis vertraten.
Gebet aus den Quellen des Glaubens
Die Feier begann mit Lesungen aus den heiligen Schriften verschiedener Religionen: aus dem Koran, der Bibel, der Bhagavad Gita und dem Kitáb-i-Aqdas. Diese Vielfalt machte sichtbar, dass die Suche nach Gott und der Ruf zum Frieden alle Religionen verbindet.
Rund 50 Menschen – Männer, Frauen und Kinder aus dem Islam, Hinduismus, Christentum und der Bahá'í-Gemeinschaft – kamen zusammen, um nicht nur ein Fest zu feiern, sondern auch ein Zeichen der Einheit zu setzen.
Eid: Glaube, Teilen und Barmherzigkeit
Naaz Khair von Rabat-e-Salaam erinnerte daran, dass das Fest Eid-ul-Fitr mit einem Akt der Nächstenliebe beginnt: der verpflichtenden Gabe an die Armen. Erst danach gehen die Gläubigen zum gemeinsamen Gebet.
Diese Praxis zeigt:
Glaube und Barmherzigkeit gehören untrennbar zusammen.
Der Monat Ramadan, geprägt von Fasten, Gebet und Wohltätigkeit, mündet in ein Fest der Freude – aber auch der Verantwortung füreinander. Der tiefste Sinn des Islam, so wurde betont, ist Frieden.
Einheit als Weg zum Frieden
Sr. Caroline vom Fokolar Bewegung griff diesen Gedanken auf und vertiefte ihn:
Wahrer Friede beginnt im Inneren des Menschen – in der Einheit mit Gott. Diese innere Harmonie wirkt weiter in die Gemeinschaft und kann schließlich die Welt verwandeln.
Sie erinnerte an die Vision von Chiara Lubich, die bereits 1985 in Tokyo betonte:
Einheit ist der Weg zum Frieden der Welt.
Doch dieser Friede entsteht nicht von selbst. Er braucht Menschen, die ihn leben.
Die Spiritualität der Einheit lädt dazu ein:
Das Fundament dieser Einheit ist die Liebe – jene göttliche Liebe (Caritas), die allen Menschen gilt, ohne Unterschied. Wo diese Liebe erwidert wird, wächst echte Gemeinschaft, Freude und Frieden.
Gemeinsam beten – gemeinsam hoffen
Den Abschluss der Begegnung bildete ein gemeinsames Gebet und der Austausch persönlicher Gedanken. Die Moderation übernahm Sr. Lakshmi, die als engagierte Brückenbauerin im interreligiösen Dialog bekannt ist.
Für die Teilnehmenden – auch für die Vertreter der Emmausgemeinde – wurde deutlich:
Interreligiöser Dialog ist mehr als ein Gespräch.
Er ist ein gemeinsamer Weg.
Ein Weg, auf dem Menschen einander begegnen, voneinander lernen und gemeinsam Zeugnis geben für den Gott des Friedens.
Ein Zeichen für unsere Zeit
Gerade in einer Welt, die oft von Spannungen und Unsicherheiten geprägt ist, sind solche Begegnungen ein starkes Zeichen der Hoffnung.
Die Teilnahme von Jan Ebben, dem Pfarrgemeinderat und Pfarrer Dr. Arul Lourdu unterstreicht das Engagement der Emmausgemeinde für Dialog, Verständigung und gelebte Nächstenliebe.
Denn wo Menschen einander in Respekt begegnen,
wird Gottes Frieden sichtbar.

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