
Willkommen bei der Emmausgemeinde – Ihre deutschsprachige katholische Kirche in Indien
Katholische Gemeinde auf Deutsch in Indien – Glaube. Heimat. Hoffnung.
Sind Sie deutschsprachig und in Indienunterwegs – als Tourist, Auswanderer oder spirituell Suchender?
Suchen Sie einen katholischen Gottesdienst auf Deutsch, eine Heilige Messe oder einfach eine geistliche Gemeinschaft fern der Heimat?
Dann laden wir Sie herzlich ein:
Willkommen bei der Emmausgemeinde – der deutschsprachigen katholischen Gemeinde in Indien, geleitet von Pfarrer Dr. Arul Lourdu.
Eine katholische Kirche, die verbindet – auch weit weg von Zuhause
Pfarrer Dr. Arul Lourdu ist Priester, Seelsorger und Brückenbauer zwischen Kulturen. Er begleitet deutschsprachige Katholiken mit Herz, Humor und theologischer Tiefe. Als promovierter Theologe mit internationaler Erfahrung bringt er Glaube und Leben in Beziehung – in deutscher Sprache und mit indischem Herzen.
🕊️ "Wir gehen gemeinsam wie die Jünger nach Emmaus – mit Fragen, mit Hoffnung, mit offenem Herzen."
– Pfarrer Dr. Arul Lourdu
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Emmausgemeinde – Katholisch. International. Vertraut.
In der Fremde Glauben finden.
In Gemeinschaft beten.
In Christus verbunden sein.
Wir freuen uns auf Sie – herzlich willkommen bei der Emmausgemeinde mit Pfarrer Dr. Arul Lourdu!


Delhi, 24. Oktober 2026. Wie leben Menschen, die in Armut aufwachsen, unter schwierigen Bedingungen ihren Alltag bewältigen und dennoch ihre Herzlichkeit bewahren? Mit diesen Fragen im Gepäck besuchten Schülerinnen und Schüler der Deutschen Botschaftsschule am Samstag, den 24. Oktober 2026, gemeinsam mit Vertretern der Emmaus-Gemeinde ein Slumgebiet in Delhi. Der Besuch wurde zu einer bewegenden Begegnung mit Menschen, deren Lebensbedingungen sich grundlegend von der eigenen Lebenswelt unterscheiden.
Die Schülerinnen und Schüler hatten Kleidung für die Bewohnerinnen und Bewohner mitgebracht. Die Emmaus-Gemeinde ergänzte die Spenden durch Bücher und Spielsachen für die Kinder. Doch der Besuch sollte mehr sein als eine Übergabe von Sachspenden: Im Mittelpunkt standen die persönliche Begegnung, das gegenseitige Kennenlernen und das Verständnis für die Lebenssituation der Menschen vor Ort.
Die Eindrücke vor Ort bewegten die Schülerinnen und Schüler sehr. Der schlechte Geruch, die engen und einfachen Hütten sowie die äußerst schwierigen hygienischen und sanitären Verhältnisse machten deutlich, unter welchen Bedingungen viele Menschen in Delhi leben müssen.
Gleichzeitig begegneten die Besucherinnen und Besucher einer bemerkenswerten Herzlichkeit. Trotz ihrer schwierigen Lebensumstände empfingen die Menschen die Gruppe offen und freundlich. Die Schülerinnen und Schüler kamen mit den Kindern ins Gespräch, spielten mit ihnen und erlebten unmittelbar, wie Begegnung und Gemeinschaft auch dort entstehen, wo materielle Möglichkeiten begrenzt sind.
Diese persönlichen Erfahrungen hinterließen einen bleibenden Eindruck. Armut war für die Jugendlichen nicht länger nur eine Zahl in einer Statistik oder ein Bild in den Medien. Sie begegneten Menschen mit eigenen Geschichten, Hoffnungen und Wünschen.
Ein besonderer Schwerpunkt des Besuchs lag auf der Frage, wie die Menschen vor Ort langfristig unterstützt werden können. Dabei geht es nicht allein um kurzfristige Hilfe, sondern vor allem darum, Perspektiven für ein selbstbestimmtes Leben zu schaffen.
Die Stiftung Arul Arakkattalai hat deshalb vereinbart, die Kosten für eine Näherin zu übernehmen, die Witwen und andere arme Frauen im Nähen ausbildet. Durch den Erwerb praktischer Fähigkeiten sollen die Frauen die Möglichkeit erhalten, selbstständig Einkommen zu erwirtschaften und ihren Lebensunterhalt eigenständiger zu sichern.
Dieses Vorhaben steht für einen wichtigen Grundsatz nachhaltiger Hilfe: Menschen in schwierigen Lebenssituationen nicht nur zu unterstützen, sondern sie dabei zu begleiten, ihre eigenen Fähigkeiten zu entdecken und ihre Zukunft selbst in die Hand zu nehmen.
Der Rektor der Deutschen Botschaftsschule, Martin van Neerven, betonte die Bedeutung solcher Erfahrungen für die Schülerinnen und Schüler. Wir lebten häufig in einer eigenen „Blase“, in der die Lebenswirklichkeit vieler armer Menschen kaum wahrgenommen werde. Gerade deshalb sei es wichtig, jungen Menschen die Möglichkeit zu geben, andere Lebensbedingungen unmittelbar kennenzulernen.
Solche Begegnungen könnten Augen und Herzen öffnen. Sie machten deutlich, dass soziale Verantwortung nicht bei guten Gedanken aufhöre, sondern im konkreten Handeln sichtbar werde. Vielleicht entstehe aus einer solchen Erfahrung der Wunsch, sich auch in Zukunft für Menschen einzusetzen, die Unterstützung benötigen.
Der Besuch soll keine einmalige Aktion bleiben. Vielmehr gibt es Überlegungen, weitere Begegnungen zu organisieren und eine partnerschaftliche Zusammenarbeit mit einer Schule im Slumgebiet aufzubauen.
Deutsche Schülerinnen und Schüler könnten dann regelmäßig mit den dort lebenden Kindern spielen, lernen und gemeinsame Aktivitäten gestalten. So könnten Freundschaften entstehen, Vorurteile abgebaut und gegenseitiges Verständnis gefördert werden. Beide Seiten hätten die Möglichkeit, voneinander zu lernen und neue Perspektiven zu gewinnen.
Dabei geht es nicht darum, Unterschiede zu übersehen, sondern einander unabhängig von Herkunft und Lebensbedingungen auf Augenhöhe zu begegnen. Eine solche Partnerschaft könnte zu einem wertvollen Lernort werden – für Solidarität, Mitmenschlichkeit und gelebte Verantwortung.
Der Besuch in den Slums von Delhi hat gezeigt, dass Hilfe viele Gesichter hat. Kleidung, Bücher und Spielsachen können den Alltag erleichtern. Eine Ausbildung kann neue wirtschaftliche Möglichkeiten eröffnen. Doch ebenso wichtig sind Zeit, Aufmerksamkeit und die Bereitschaft, Menschen wirklich wahrzunehmen.
Die Begegnungen dieses Tages erinnern daran, dass jeder Mensch Würde besitzt und ein Recht auf ein Leben in Sicherheit und mit Zukunftsperspektiven hat.
Für die Emmaus-Gemeinde, die Deutsche Botschaftsschule und die Stiftung Arul Arakkattalai ist dieser Besuch deshalb ein wichtiger Schritt auf einem gemeinsamen Weg: weg vom bloßen Nebeneinander, hin zu Begegnung, Partnerschaft und konkreter Solidarität.
Denn manchmal beginnt Veränderung mit etwas ganz Einfachem: Wir verlassen unsere eigene Welt, begegnen einem anderen Menschen und lassen uns von seiner Lebensgeschichte berühren.
Emmaus-Gemeinde
110057 Neu-Delhi, Indien
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